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Lécole
Am ersten Tag hat uns der Direktor, welcher auch sehr gut Deutsch sprechen kann, da er selber Deutschlehrer war, in das französische Schulleben eingeweiht.
Was uns gleich zu Beginn erstaunt hat, ist die große Anzahl der Schüler (ca.1700 [500 Schüler und 200 Studenten]). Die Anzahl der Lehrkräfte ist deshalb auch sehr groß.
Nach dem Collège, welches mit der Troisième ( entspricht im Deutschen der 9 Klasse) endet, kommt das Lycée. Das Lycée, in dem wir uns befinden, heißt Lycée Saint-Paul. Das Lycée beginnt mit der Seconde (10 Klasse) und besteht aus 15 Parallelklassen, welche jeweils aus 34/35 Schülern zusammengesetzt sind. Unsere corres sind in der Seconde und damit eigentlich genauso alt wie wir.
Die Seconde wird in Frankreich als Orientierungsstufe bezeichnet. Danach kommt die Première und als letztes die Terminale (Abschlussklasse: entspricht unserer 12. Klasse).
Die 1700 Schüler teilen sich jeweils in drei weitere Gruppen:
-Externes (ca. 500 Schüler)
-Internes (ca. 400 Schüler)
-Demi-pensionnaires (ca. 800 Schüler)
Die Externes sind die Schüler, die in Vannes oder in der Nähe wohnen und jeden Morgen zur Schule gehen, mittags zum Essen nach Hause gehen, nachmittags wieder in die Schule kommen und dann abends heimkehren.
Die Internes kommen montags morgens von zuhause in die Schule und wohnen in dem nebenan liegenden Internat. Dieses besteht aus einem Jungen- und einem Mädchenteil. Der Jungsteil ist sehr klein und jeder „Interne hat einen Wohnraum von jeweils 3m². In den Mädchenteil sind wir leider nicht gekommen aber von außen sah dieser viel größer aus. Freitag abends gehen dann die Internes wieder nach hause und verbringen dort das Wochenende. Dieses System bietet sich gut für Schüler an, die etwas weiter von Vannes entfernt wohnen und aus zeitlichen Gründen so besser zur Schule gehen können.
Die Demi-pensionnaires kommen mit dem Bus morgens zur Schule, essen dort zu Mittag in der Kantine und fahren dann abends wieder nach hause.
Die Kantine übertrifft unsere Kantine in fast allen Punkten. Der Nachteil liegt bei dem langem Anstehen fürs Essen. Hierbei kann man schon mal gute 20 min warten. Doch einmal angekommen, merkt man, dass sich das Warten gelohnt hat. Nach dem Abgeben des Tickets oder dem Durchschieben der Karte durch den elektronischen Schlitz gelangt man zu den Tabletts, Tellern und Besteck. Nun sucht man sich seine Vorspeise, seinen Nachtisch und als letztes sein Hauptgericht aus. Brot gibt es auch dazu. Allein die große Auswahl an den Vorspeisen hauen einen regelrecht vom Hocker.
Zuerst gab es eine Reihe von verschiedenen Salat- und Wurstplatten. Anschließend konnten wir wählen zwischen Pizza und Reis mit Fleisch und Soße. Als Nachtisch hatten wir zur Auswahl Banane, Apfelmus oder Yoghurt. Die 4,20 € lohnen sich absolut, um sich so wie hier am Lycée zu ernähren.
Ein großes Problem an dieser Schule ist die Vernachlässigung des Wählens von Deutsch als 2 Fremdsprache. Dafür wird Spanisch immer beliebter beim Wählen der 2 Fremdsprache.
Aber als 3 Fremdsprache spielt Deutsch schon eine größere Rolle, denn hier hat man eine Auswahl zwischen Spanisch, Italienisch und Deutsch, wobei man bei der 2 Fremdsprache nur eine Auswahl zwischen Englisch, Spanisch und Deutsch hat.
Zu den Eindrücken des Unterrichts können wir leider nicht so viel sagen, weil wir nur eine Mathestunde hatten und in der Geschichtsstunde haben wir einen Film gesehen.
Der Unterricht unterscheidet sich sehr von unserem Unterricht, ob er besser ist, können wir wegen dieser kleinen Beteiligung nicht sagen. Auf jeden Fall kam uns diese Art von Unterricht sehr komisch vor. Der Lehrer steht auf einer Art Bühne und versucht von dort seinen Schülern sein Wissen zu vermitteln. Ob das so ganz klappt, können wir aus rechtlichen Gründen nicht sagen.
Das Gebäude ist sehr groß und hat sehr viele Räume, welche sehr klein sind für ein Schüleranzahl von 34/35 pro Klasse. Wir leben dagegen in einem richtigem Luxus, denn unsere Klasse hat ca. 24 Schüler und unsere Klasse ist größer als die der Klassen hier. Das Gelände hat auch einen großen Hof, der voll mit Zigarettenstummeln und Kaugummis ist. Auf dem Gelände findet sich auch eine Grasfläche mit Bänken und es gibt sogar einen Basketballplatz, der genutzt wird. Die Schule hat auch eine sehr große Ausstattung an elektronischen Geräten ( mehrere Beamer , ein gut ausgestattetes Computerkabinett, etc.). Wir durften uns sogar ein Konzert anhören. Die Musik hat uns nicht so zugesagt, aber die verschieden farbigen Lichteffekte, die 7 Kameras ( welche abwechselnd ihr Bild an zwei verschiedene Leinwände geworfen haben, die jeweils links und rechts von der Bühne angebracht waren) haben uns sehr beeindruckt.
Das ist alles, was wir zu der Schule hier sagen können.
Philipp Maier, Steven Meyer und Stefan Adler
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